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© The Estate of Marshall McLuhan

Herbert Marshall McLuhan (1911 – 1980)

  • 1911: geboren am 21. Juli in Edmonton, Alberta
  • ab 1932 Studien an der University of Manitoba und Cambridge University
  • 1942 Doktor der englischen Literatur (Cambridge University)
  • 1939 Heirat mit Corinne Keller Lewis aus Fort Worth, Texas
  • 1946 – 1979 Dozent am St. Michael’s College der University of Toronto
  • 1951 The Mechanical Bride: Folklore of Industrial Man
  • 1962 The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man
  • 1963 – 1979 Direktor des "Centre for Culture and Technology" der University of Toronto
  • 1964 Understanding Media: The Extensions of Man
  • 1967 The Medium is the Massage (mit Illustrationen von Quentin Fiore)
  • 1968 War and Peace in the Global Village: An inventory of Some of the Current Spastic Situations That Could be Eliminated by More Feedforward (mit Illustrationen von Quentin Fiore)
  • 1980: stirbt am 31. Dezember in Toronto, Ontario
  • Posthume Veröffentlichungen:
  • 1988 Laws of Media: The New Science, zusammen mit seinem Sohn Eric McLuhan
  • 1989 The Global Village: Transformations in World Life and Media in the 21st Century, zusammen mit Bruce Powers

Biographie

Marshall McLuhan, der seine Karriere als Professor für englische Literatur begann, wurde zu einem der führenden Medientheoretiker unserer Zeit. Er wirkte hauptsächlich an der University of Toronto, wo er ab 1963 das Centre for Culture and Technology leitete, welches heute als das McLuhan Program in Culture and Technology der Universität in seinem Sinn weitergeführt wird. Er beschäftigte sich in seinen Studien mit den Fragen des Zusammenhangs von Medientechniken und deren Wirkung auf das Individuum und die Gesellschaft.

Zu den zentralen Aussagen McLuhans gehört die Unterscheidung von heißen und kalten Medien. In den 60er Jahren wurde McLuhan durch seine Aphorismen wie the medium is the message oder the global village weltweit bekannt. Zu seinen wichtigsten Werken zählen The Gutenberg Galaxy (1962) und Understanding Media (1964), die in mehr als 20 Sprachen übersetzt worden sind. Alle wichtigen Titel liegen auch in deutscher Übersetzung vor.

Zu Lebzeiten wurden McLuhans Thesen über die Rolle der modernen Medien ebenso begeistert aufgenommen wie kritisiert. Im heutigen digitalen Zeitalter werden viele seiner Theorien neu bewertet und zeigen, dass sie auch gegenwärtig von großer Aktualität sind.

Der Wissenschaftler McLuhan war auch eine Person der Öffentlichkeit. Die Printmedien brachten ihn auf die Titelseiten und widmeten ihm lange Interviews. Im Fernsehen war er ein begehrter Interviewpartner und erhielt 1967 seine eigene Sendung This is Marshall McLuhan. Später folgte ein Auftritt in Woody Allens Film Annie Hall. Seine Fernsehauftritte und aufgezeichneten Lesungen werden exklusiv in dem nach ihm benannten Marshall McLuhan Salon präsentiert.